Digitale Kunst aus Saalfeld

Der Saalfelder Künstler Stefan Jüttner gehört zu den wahrhaft besonderen Künstlern der Region. Geboren im Jahr 1963, entdeckte er früh seine Leidenschaft für die Kunst und entwickelte im Laufe der Jahre eine unverwechselbare künstlerische Handschrift. Die Kombination aus traditioneller Kunst der Grafik und den Möglichkeiten der digitalen Welt geben seinen Werken einen unverwechselbaren Charme. Sie sind eine faszinierende Symbiose aus handgezeichneten Elementen und digitalen Effekten. Mit  Präzision und Ästhetik schafft er  beeindruckende digitale Grafiken, die die Grenzen des Vorstellbaren sprengen. In seinen Werken fließen die Schönheit der Natur, die Tiefe menschlicher Emotionen und die Magie surrealer Welten harmonisch zusammen.

Die Galeristin Dr. Maren Kratschmer-Kroneck engagierte sich 30 Jahre leidenschaftlich in der Saale-Galerie in Saalfeld und schreibt über Stefan Jüttner:

"Wer voller Neugier in diese fantastischen, skurrilen, feinsinnigen, grotesken, visionären Bildwelten tritt, wird auf verlassene Inseln, verwunschene Parks, einsame Friedhöfe und morbide Gründerzeitvillen stoßen, die mit allerlei illustren Gestalten wie Stockmännern, Matrosen, Liebhabern, Lakaien, Abenteurern, Totengräbern bevölkert sind – auf Kurioses eben.

Mittels solch magischer Verfremdung konserviert Stefan Jüttner wie ein Voyeur Fragmente vergangener Zeiten und macht auch uns zu Betrachtern dieser Absurditäten. Er hält die Zeit an und schürft dabei genussvoll in hintersinnigen Geistesabenteuern. Damit verweist er auf allenthalben lauernde Geheimnisse in unserer weitgehend entzauberten schnelllebigen Welt, die voll auf Technik und Informationen eingestellt ist.

Er nutzt die surrealistische Methode, um die Bildangebote oft unergründlich zu verrätseln. Das erinnert an Rene Magritte. Und paradoxerweise nutzt er die entseelte Computertechnik, um mit ihr dieses fantasievolle Gestaltspiel zu treiben. Aus seiner Vorstellung modelliert er wie ein Bildhauer und mit faszinierender Raffinesse seine Bildfindungen. Es ist als ob da einer mit fiktiver Kamera durch virtuelle Räume streicht, in denen abstruse Irritationen lauern, die er verwundert wahrnimmt, um dann mit kühler Logik und oft ironischem Spiel verblüffende Bildwelten darzubieten. Da ist der Betrachter mit seiner Ratio rasch am Ende. Es sei denn, er lässt sich locken und spielt mit."